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Gräsiget Snorken un een Peerpeed
Wi Fruunslüüd weet dat jo all jümmers, de Mannslüüd sünd leef un nett, besünners wenn se slopt.
Da weet Se ok wat vun? Dat glööv ik geern.
So gegen Klock teihn tüffel ik mit mien Leevsten in de Puuch, he jappt so luut, in sien Snut kannst meist een quappendicken Appel rinsteken.
Ik weet bescheed, hüüt gifft dat man bloots een lütten Söten, wi sünd jo anständige Lüüd.
Nu dreiht wi us um, jeder in sien Deek, nu köönt wi sloopen. Mien gestandenes Mannsbild slummert ok glieks in, een lichtes Süseln is to hören.
Ik simmeleer noch över den Daag un frei mi op een sinnige Nacht.
De gnurrenden Tööns, een half Meter neben mi, ward luuter. Keen Froog, mien Hannen langt röber to de Slopmütz, ik strakel ehm een beten.
Jo, dat Snorken hört een poor Minuten op, dann geiht dat wöller los.
Gnatteriges Snorken, wunnerlich Tööns ut Snut un Rüssel.
Dat helpt nix, nu schüddel un rüddel ik mien Keerl an de Schuller ornlich hin un her.
Dat Snorken geiht nu in een Gegrunze över, as son`n lüttes Swien. Villicht schall ik ehm maal op der Schuller kloppen… ruhig een beten duller. Dat helpt… för teihn Minuten......
Wochenendeinkauf
Was erledigen wir als berufstätige Hausfrauen und Mütter gerne am Freitagnachmittag, wenn der Andrang in der "Supermarktwunderwelt" am größten ist?
Richtig! Wochenendeinkauf, und da wir in unserer Familie garantiert keine Mitstreiter finden – jeder ist gerade zufällig mit etwas sehr wichtigen beschäftigt – stürzen wir uns allein in das Abenteuer.
Es ist herbstlich, ein wenig windig und es sieht nach Regen aus. Macht’s ja nichts, dank moderner Einkaufseinrichtungen erleben wir das Abenteuer im Trockenen.
Fröhlich pfeifend fahre ich mit meiner „Knutschkugel“ – Auto, etwas größer als ein Einkaufswagen – los. Ein großer Parkplatz erwartet mich, ein sehr großer Parkplatz. Aber leider sind die ersten zwölf Reihen schon besetzt. Ich parke sowieso besser in der letzten Reihe, hier ist so viel mehr Platz, man beult niemanden beim Einparken die Tür ein, findet das Auto später spontan wieder… so verloren in der letzten Reihe. Sie sehen, ich erfülle das Bild der Frauen, die nicht korrekt einparken können.
Sportlich überquere ich den wirklich großen Parkplatz, stehe endlich vor den Drahtkörben mit selbstlenkenden Rädern. Wo ist meine Einkaufskarrenmarke, kurz „Chip“ genannt? Sie wissen schon, das kleine Ding für den Schlitz in der Speerkette.
Oh weia, der „Chip“ liegt im Auto, also mit großen Schritten wieder zurück, quer über den geräumigen Parkplatz. Der „Chip“ ist geholt, flott geht der Schritt zurück in Richtung Einkaufswagen. Erinnert mich irgendwie ein wenig an Langstreckenlauf.
Ineinander gekeilt lachen mich die Einkaufskarren an. “Chip“ in den Schlitz gesteckt, schon löst sich die begehrte Karre von ihren Brüdern und Schwestern …. wirklich?
Nein, meine Karre leistet Widerstand, will nicht mit mir ins Einkaufsparadies. Ich schüttel’ und zerre, rüttel’ am Griff, das fröhliche Pfeifen ist mir übrigens gerade vergangen. Ein vernünftiger Fußtritt, na also, es geht doch…
Hermann Honigschnute
Am 24. Dezember im Jahre 1962 um 19 Uhr erblickte mein Teddy Hermann Honigschnute das Licht der Welt. Genauer gesagt saß er an diesem Heiligen Abend plötzlich unter dem festlich geschmückten Weihnachtsbaum, mitten in unserer Stube. Stundenlang vorher schlich ich, um nichts zu verpassen, vor dem Wohnzimmer auf und ab, die Tür immer fest im Blick. Hinter der abgeschlossenen Tür hörte man nichts, keine Geräusche, keine Stimmen, sogar das Schlüsselloch war von innen verhängt.
Gegen 19 Uhr klingelte Mutter mit der Tischglocke. Es war soweit, Bescherung. Die Tür ging auf… und da saß er… kuschelig, flauschig, mit riesigen goldbraunen Kulleraugen, in denen sich der Baumschmuck spiegelte. Hermann, die Honigschnute, der schönste, knuffigste Teddybär der Welt. So weit ich es als klimperkleines Mädchen beurteilen konnte, war kein Weihnachtsmann, kein Christkind in Sicht. Wie sollte Hermann wohl sonst in unsere Stube gekommen sein. Ganz klar, er wurde hier geboren, am 24. Dezember, genau unter unserem Tannenbaum. Für uns beide war es Liebe auf dem ersten Blick. Hermann begrüßte mich mit freudigen, sanften Brummen: „Hab´ mich lieb, sei meine Freundin!“
Eine große, rote Schleife zierte die Teddybrust, sein Namensschild trug er an einer goldenen Kordel am Tatzengelenk.
Schallumwandlung
Haben Sie auch so ein Kommunikationsmittel zur Übermittlung von Tönen, speziell von Sprache, mittels elektrischer Signale, im Haus?
Umgangssprachlich reden wir hier von einem digitalen Gesamtsystem, Modell W 28 mit Speicherkapazität, Wahlwiederholung und Rufnummernanzeige.
Bestimmt werden auch Ihre wichtigen Nachrichten, mit dieser Apparatur zur Umsetzung von Schall, mit Gleichstrom übermittelt.
Und wen haben wir das alles zu verdanken? Natürlich den Amerikanern! Irgendwann, so um 1876 hat jemand versucht, von Amerika nach Deutschland zu telefonieren, und dabei mal eben das Fernsprechgerät erfunden, oder so ähnlich. Logischerweise hieß der schlaue Kopf auch noch „Bell“, was soviel wie Klingel bedeutet, die wiederum ständig bei mir Signale absetzt.
Mein Schatz meint zwar, ich brauchte gar keine Vermittlungsanlage. Nach seiner Meinung würde ich auch so ständig laute Schallwellen, in einen Frequenzbereich der den Menschen nicht mehr zugänglich ist, an irgendwelche Sender abschicken.
Erstaunlich was Frauen so alles zu bereden haben, meint er, das wäre ein Weltwunder....
Leseprobe:
Der Frühling webt ein seidenes Band
Eigentlich bin ich eine sehr nette Dame, stehe mit beiden Beinen fest im Leben, bin nicht ängstlich und laute Geräusche liegen mir fern.
Eigentlich….
Nun, wo der Frühling eingekehrt ist, möchte ich es meinen Nachbarn gleichtun und meine Terrasse mit Stiefmütterchen verzieren, die schon, ehrlich gesagt, einige Zeit stiefmütterlich in der Ecke stehen.
Die Sonne scheint fröhlich und wärmend auf unsere Welt, lockt mich, perfekt in bunten Farben bekleidet auf die Terrasse. Ich freu mich schon…. öffne die Tür, mache ein Schritt nach vorn und dann… stoße ich einen schrillen Schrei aus.
Ihhhhh…unsere Feuersirene im Dorf hat Konkurrenz bekommen. Der Kasten mit den Frühlingsblumen samt Mutterboden knallt auf die Fliesen, wie wild schlage ich um mich, fahre mir mit den Fingern durchs Gesicht, zerstruwel meine Dauerwelle und führe wilde Tänze vor.
Ih, Ih äääääääääää…
Nein, hier wird kein typischer Frühlingstanz vor der Bepflanzung aufgeführt, sondern ich bin schnurstracks in ein frischgewebtes Frühlingsspinnennetz gelaufen.
Nun kommt die folgenschwere Frage: Wo ist Mutter Spinne?
Die Vorstellung, dass diese irgendwo an mir rumkrabbelt oder sich vielleicht noch blitzschnell in meinem Halskragen abseilt, mich mit klebrigen Fäden verziert, lässt mich fortwährend schreiend ins Haus flüchten.....